1990

CD / MC Satanische Verse

Das Demotape, welches nach dem Vertriebsdeal mit dem jungen EFA Medien Alternative Vertrieb als CD aufgelegt wurde. Die Versionen dieser CD unterscheiden sich in der Mischung von dem danach erschienen Album. Die Samplerbeiträge „Irrlich“, „Ein Tag vergeht“ und „Sonne, Mond und Sterne“ wurde erst auf dem Re-release dieser EP veröffentlicht.

Trackliste:

1 Gottes Tod 8:10
2 Des Satans neue Kleider 6:02
3 Kain und Abel 4:52
4 Jericho 5:15
5 Ein Tag vergeht (Nur auf Rerelease) 
5:03
6 Irrlicht (Nur auf Rerelease)
5:55
7 Sonne, Mond und Sterne (Nur auf Rerelease)
8:26

 

1991

CD / MC / LP Die Propheten

Das Debutalbum wurde seit der Erstauflage in 3 verschiedenen Versionen veröffentlicht. Die aktuell erhältliche Variante enthält auch neue Interpreationen und Remixe. „Die Propheten“ gilt als Meilenstein der deutschsprachigen Gothic Szene und wurde in die Top 100 Everblacks des Sonic Seducer gewählt. Das Album verkaufte bereits im ersten Jahr seines Erscheinens über 20 Tausend Kopien und darf mit Songs wie „Gottes Tod“, „Kain und Abel“, „Die Propheten“ und „Lügen und das Ich“ in keiner ernst zu nehmenden, schwarzen Plattensammlung fehlen.

Trackliste:

1 Es ist ja Krieg… 5:58
2 Kain und Abel 5:37
3 Die Propheten 7:24
4 Des Satans neue Kleider 6:11
5 Gottes Tod 8:09
6 Der Haß 7:11
7 Lügen und Das Ich 3:44
8 Frevel 5:59

1994

CD Stigma

Nach einer 2 Jahre andauernden Tournee, die Das Ich durch ganz Europa führte, war „stigma“ das erste Lebenszeichen des ungeduldig erwarteten „staub“ Album.

Trackliste:

Von Der Armut (Single Edit) 5:31
Von Der Armut (Extended Edit) 6:22
Der Schrei 5:35
Von Der Armut (Reverse Edit) 4:05

CD / LP Staub

Nach einer 2 Jahre andauernden Tournee, die Das Ich durch ganz Europa führte, war „stigma“ das erste Lebenszeichen für das ungeduldig erwartete „staub“ Album.

Trackliste:

1 Sagenlicht 5:19
2 Unschuld Erde 6:06
3 Von der Armut 4:59
4 Im Ich 5:47
5 Gier 2:12
6 Dein Leben 5:17
7 Aura 5:15
8 Staub 5:26

1995

CD Feuer

Die Staubtournee umfasste weit über 40 Konzerte in ganz Europa und wurde für damalige Verhältnisse in sehr aufwändiger Mehrspurtechnik aufgezeichnet. Am Schlagzeug war der US-amerikanische Trommler Chad Blinman zu hören, während Stefan und Bruno vom Printed at Bismarcks Death Keyboarder Ansgar Noeth am Livekeyboard unterstützt wurden.

Trackliste:

1 Sagenlicht 5:05
2 Von Der Armut 7:03
3 Dein Leben 6:48
4 Das Ich Im Ich 5:25
5 Unschuld Erde 6:47
6 Kain Und Abel 6:57
7 Lügen Und Das Ich 3:44
8 Der Schrei 6:06
9 Jericho 3:57
10 Gottes Tod 8:29
11 Des Satans Neue Kleider 8:31

 

1996

CD Das innere Ich

Der Soundtrack zum experimentellen Film von H.H. Hässler arbeitet mit reduzierter Sprache und vielen Klangexperimenten am präparierten Flügel. Die Reise ins Innerste wird von den bedrückenden Bildern der städtischen Anonymität eines gerade erst zusammenwachsenden Berlins kurz nach dem Mauerfall begleitet und ist leider seit JAhren nicht mehr erhältlich. Der Soundtrack ist heute nur noch auf Ebay, bzw. als digitaler Download erhältlich

Trackliste:

Das Ewige Licht 5:10
Zweisamkeit 4:50
Mikrokosmos 6:04
Das Innere Ich 6:50
Kokon 4:31
Das Ewige Licht II 4:22
Epilog 2:12
Bin Ich Es Denn… (Dem Ich Den Traum) 5:32

1997

CD Egodram

Nach dem Erfolg des zweiten Albums „staub“ und einer weltumspannenden Tournee wurden die Erwartung an Das Ich mit „egodram“ umfassend erfüllt. Die Single Auskopplungen „Kindgott“ und „Destillat“ steigerten die Popularität der Band, zumal das Album auf dem Major Label EDEL erschien und mit dem Videoclip zu „Destillat“ die damaligen Sender MTV und VIVA2 geentert wurden. Das Wechselbad zwischen klassischen Elementen und harschen Industrialsounds fand in der pointiert expressionistisch gehaltenen Sprache eine bisher kaum erreichte Dramatik, das „egodram“

Trackliste:

Egodram 2:47
Kindgott 4:20
Firmament 5:18
Destillat 4:19
He Mensch 5:08
Schwanenschrei 6:01
Krieger 3:17
Dorn 3:04
Chroma 4:40
Reflex 3:30
Blutquell 4:48

1998

CD Morgue

Bereits während der Tournee zu „Egodram“ entstanden die ersten Skizzen zur Gottfried Benn Vertonung. Während die Band auf dem kurz zuvor erstandenen Schloss Cottenau das neue Studio errichtete wurden die Aufnahmen abgeschlossen. Die Vertonung des expressionistischen Meisterwerkes fand eine breite Rereption auch in ernsten Kulturkreisen und wurde im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Dem bisherigen Majorlabel EDEL war die experimentelle Ausrichtung des neuen Albums zu schwierig zu vermarkten und Das Ich kehrten wieder zu Danse Macabre zurück.

Trackliste:

Mann Und Frau Gehn Durch Die Krebsbaracke 4:56
Kleine Aster 2:40
Saal Der Kreisenden Frauen 3:07
Drohung 1:10
Curettage 3:32
Schöne Jugend 3:26
Requiem 3:03
Negerbraut 3:01
Mutter 2:37
Kreislauf 2:24
Der Arzt I 1:47
Der Arzt II 1:28
Der Arzt III 1:29
Erde Ruft 4:40

1999

CD / DCD Relaborat

Zwanzig Jahre Das Ich, unzählige Konzerttourneen rund um den Erdball herum – Stefan und Bruno lassen sich von befreundeten Bands beschenken. Das Resultat ist eine Hommage an die Band in Form einer Doppel CD mit unzähligen Interpretationen vieler bereits zu Everblacks avancierten Titeln. Hervorzuheben ist natürlich der VNV Nation Remix von Destillat, der bis heute auf keiner schwarzen Party fehlen darf. Aber auch die Remixe von And One oder Wumpscut setzen neue Akzente.  Neu ist der Song „Reanimat“, der nur auf der limitierten Doppel CD enthalten ist und bis heute auf keinem Das Ich Konzert fehlen darf. Zu diesem Song wurde auch ein Videoclip vom befreundeten Regisseur H.H. Hässler gedreht.

Trackliste:

Re_Laborat
1-1 Der Schrei – Remixed By  Chad Blinman, Laboratory X 5:28
1-2 Das Ich Im Ich – Remixed By And One, Steve Naghavi 4:57
1-3 Unschuld Erde – Remixed By Funker Vogt 6:26
1-4 Erde Ruft – Remixed By Kramm 3:59
1-5 He Mensch – Remixed By Deine Lakaien, Ernst Horn 5:08
1-6 Dem Ich Den Traum – Remixed By L’Âme Immortelle 4:40
1-7 Gottes Tod – Remixed By Dance Or Die, Falgalas 5:07
1-8 Aura – Remixed By wumpscut 4:16
1-9 Destillat – Remixed By VNV Nation 6:06
1-10 Der Haß – Remixed By In Strict Confidence 5:31
1-11 Schwanenschrei – Remixed ByAxel K., Silke Bischoff 4:21
1-12 Des Satans Neue Kleider – Remixed ByAtrocity 4:32
1-13 Kain Und Abel – Remixed By Kalte Farben 4:20
Re_Animat
2-1 Kain Und Abel – Remixed By Girls Under Glass 4:55
2-2 Die Propheten – Remixed By Catastrophe Ballet 5:11
2-3 Kindgott – Remixed By The Fair Sex 5:32
2-4 Von Der Armut – Remixed By The Eternal Afflict 5:13
2-5 Erde Ruft – Remixed By Plastic Noise Experience 4:20
2-6 Des Satans Neue Kleider – Remixed By Aghast View 5:12
2-7 Gottes Tod – Remixed By Cat Rapes Dog 4:27
2-8 Dein Leben – Remixed By Imminent Starvation 3:16
2-9 Von Der Armut (Reverse Edit) 4:15
2-10 Der Schrei 5:18
2-11 Re_Animat 4:23

2002

CD Antichrist

Nach dem erfolgreichen Remixalbum „re_laborat“ mit dem Szenehit „Destillat“ war es lange still um das Bayreuther Extremduo. Die Begründer der neuen deutschen Todeskunst, die innerhalb des letzten Jahrzehnts oft kopiert und zitiert aber nie übertroffen wurden, gingen ihren Solokarrieren und diversen Produktionen nach.

Umso intensiver und dichter meldeten sich „Das Ich“ mit ihrer dreizehnten Veröffentlichung, dem Album anti’christ im dreizehnten Jahr ihres Bestehens zurück. anti’christ knüpfte da an wo das heute zum Klassiker avancierte Debutalbum „Die Propheten“ aufgehört hatte. Kontrovers, schockierend aber immer mit dem ausgewogenen Sinn für Spannung zwischen Harmonie und Disharmonie traf anti’christ mit einem über das vielbeschworene Bild der Unheilsverkündigung aus der biblischen Offenbarung hinausreichendes Zeitgemälde ins Mark der westlichen Konsumgesellschaft.

anti’christ bezog sich auch auf das gleichnamige, zynische Großwerk Nietzsches und verknüpfte es mit einer niederschmetternden Unterwelt von atmosphärischer Tiefe und musikalischer Bandbreite zwischen Gothic-Industrial, Neoklassizismus und dem Das Ich zueigenen, unverwechselbaren Stil.

Trackliste:

Engel 4:14
Keimzeit 4:57
Grund Der Seele 4:57
Vater 6:03
Krieg Im Paradies 5:34
Tor Zur Hölle 4:25
Garten Eden 6:46
Das Dunkle Land 5:47
Sodom Und Gomorra 5:24
Der Achte Tag 17:06
Bonus Remixe (Edition)

2004

CD Lava

Im Sturzbach der animalischen Gefühle zwischen Liebe und Hass verdichteten Bruno Kramm und Stefan Ackermann LAVA:glut und LAVA:asche zu einem reißenden Glutstrom der menschlichen Abgründe. Höchstwertungen der Musikpresse attestieren dem konzeptionellen Doppelalbum eine virtuose Stilvielfalt zwischen Symphonik und Industrialgothic jenseits aller Klassen, welche die einzigartige Stellung von „Das Ich“ in der Gothic Szene eindrucksvoll untermauert. Die unerhörte Klangwelten treffen auf LAVA auf den Urschrei der Gefühle und erzeugen einen Sog ins menschliche Leid der entblößten Kreatur zwischen Existenzangst und Hoffnung. Der konzeptionelle Ansatz der beiden Alben LAVA:glut und LAVA:asche verfolgt hierbei einen gänzlich neuen Ansatz: Beide Alben wurden gleichzeitig aus den rudimentären und improvisativen Songideen entwickelt und arrangiert. Während LAVA:glut in Leit- und Leid-Motiv auf die Wechselwirkung des klassischen Streichinstrumentariums mit organischen Klangkonstrukten setzt und so eine vielschichtige Klangsprache jenseits festgefahrener Hörschemen formuliert, erzeugt LAVA:asche in einer tanzbaren und songstrukturell destillierten Fassung eine ergreifende Direktheit. Der markerschütternde Sprechgesang erfährt durch das vielschichtige Klangfundament eine vernichtende Stoßrichtung und Vehemenz.

Trackliste:

CD-1 Schwarzer Stern 4:50
CD-2 Meine Wiege 4:45
CD-3 Fieber 5:25
CD-4 Sehnsucht 6:41
CD-5 Tot Im Kopf 4:27
CD-6 Vulkan 4:04
CD-7 Uterus 4:18
CD-8 Seele Tanzt 3:41
CD-9 Lava 5:20
CD-10 Urkraft 4:53

2006

CD Cabaret

Nur zwei Jahre nachdem erfolgreichen Doppelalbum „Lava“ veröffentlicht das Duo Stefan Ackermann und Bruno Kramm einen Nachfolger, der seinesgleichen sucht. Schon lange waren Das Ich nicht mehr so nah an den Wurzeln ihres eigenen Stils, trotzdem bannt das finstere Cabaret durch noch unerhörte Klangeskapaden und eine markant zynische aber auch vielschichtige Interpretation des Grundthemas im Kostüm eines Marionettentheaters: Was ist Einbildung und was Bestimmung? Wo beginnt die Wirklichkeit und wo der Wahn? Das elektronische Kammerorchester Kramms wurde durch eine Vielzahl lebendig klingender Akustikcollagen erweitert und taucht das bisher rein synthetische Ensemble in ein Zwielicht zwischen klaustrophobischem Diesseits und entfesselter, jenseitiger Atmosphäre, ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren. Stefan Ackermanns Gesang, zwischen sonor hypnotischer Beschwörung und kraftvoll verzerrter Entrücktheit oszillierend, moderiert den Besuch jenes Alptraumtheaters, lässt ihn zu einer Geisterbahnfahrt der finstersten Emotionen werden und entlässt den Zuhörer mit einer veränderten Wahrnehmung einsam zurück.
Scheinbar traumwandlerisch choreografiert wechseln die Gesangspassagen zwischen Stefan Ackermann und Bruno Kramm und eröffnen so eine facettenreiche Vielstimmigkeit. Neben hymnischen Songperlen wie „Atemlos“, „Paradigma“ und dem radikal minimalistischen Tanzbrecher „Opferzeit“ verdichtet sich das Album auch in experimentellen Klangkonstrukten wie „Fluch“ um dann in der operesken Inszenierung Marianne Isers (Schneewittchen) Altstimme ein erotisch bedrohliches Feuerwerk abzubrennen. Es knistert, es schnürt die Kehle, alsbald sich der Hörer im Zentrum des Spinnennetzes wähnt und den Abgrund im Titelsong „Cabaret“ bedrohlich nahe spürt. Selten waren Das Ich so innovativ, eingängig und trotzdem überraschend anders.
Bisweilen sogar sarkastisch und bitter verspricht das Cabaret verstörende Momente jenseits des formatierten Gothicgenres.

Trackliste:

Moritat 5:08
Atemlos 4:32
Macht 6:11
Paradigma 4:53
Fluch 5:04
Opferzeit 4:47
Schwarzes Gift 5:37
Nahe 5:05
Zuckerbrot Und Peitsche 5:14
Cabaret 8:04

2009

EP Kannibale

Kannibalismus – Vordergründig denkt man sofort an Rothenburg und jenen schon oft popmusikalisch interpretierten Menschenfresser, der in seiner abgründigen Tat von Boulevard bis Feuilleton die Republik im Atem hielt. Doch so wiedersinnig diese Tat auch wirken mag, sie ist nur die vordergründigste Variante des Kannibalen. Kannibalisitsch ist die Menschheit von Anbeginn, seien es die Gefangenen besiegter Stämme oder ganze Völker im Genozid von Rassenwahn oder religiöser Allmachtsfantasie. Besonders die westliche Welt, die sich selbst allzugerne als zivilisatorische Elite betrachtet, watete im Blut der Völker. Das christliche Dogma als Kodex vorgeschützt wurde bereits in der Zeit des Kolonialismus alles gefressen, was sich nicht
unmittelbar unterwarf. So wurden ganze Kontinente samt ihren Naturreligionen und Weltanschauungen kannibalisiert, der christlichen Kultur unterworfen und zu guter Letzt ausgelöscht. Das wirtschaftliche Ungleichgewicht, die globale Umweltproblematik und das Fehlen sind sicher nicht nur der westlichen Welt zuzuschreiben, fanden hier jedoch ihren Ursprung und stützen bis heute unseren Wohlstand.
Das Ich meldeten sich in gewohnt radikaler Manier zurück und spendierten mit der EP „Kannibale“ einen Blick aus dem Alptraumszenario der menschlichen Steinzeit.

Trackliste:

Kannibale (Original Version) 4:44
Kannibale (RX Patenbrigade: Wolff) 3:34
Sing Mir Dein Lied (Tanznorm: Rebellion Mix) 5:48
Kannibale (RX Eisenfunk) 3:43
Kannibale (RX N3XU5) 5:20
Die Hand An Der Wiege 4:28
Kannibale (RX Agapesis) 4:44
Kannibale (RX Beati Mortui) 4:24
Kannibale (RX Inline Sex Terror) 3:45